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„Zerberus“

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Zerberus, Premiere des Solinger Tanztheaters 55+

Premiere des Solinger Tanztheaters 55+\n

Solingen/ von Martina Hörle – Es war ein Feuerwerk an Bildern, Licht, Farben und Bewegung. 36 Tänzerinnen und Tänzer im Alter von 55 bis 80 Jahren zeigten am Samstagabend in einer exzellenten Darbietung ihre Interpretation von Orpheus und Eurydike.\n

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Im Rahmen einer Kooperation zwischen Seniorenbüro und Kulturmanagement Solingen sowie der Bergischen Volkshochschule hatte das Seniorenbüro vor einem Jahr einen Aufruf zur Gründung eines Tanztheaters für die Generation 55+ gestartet. Das erste Treffen der Gruppe fand im Februar 2015 statt.\n\r\nKarla J. Butterfield, eine der Akteurinnen, erinnerte sich gut. „Regisseur Marcus Grolle hat uns Aufgaben gegeben, zum Beispiel eine bestimmte Pose einnehmen oder eine Reaktion darstellen. Daraus entwickelten sich die ersten Szenen. Übungen für Kondition und Beweglichkeit gehörten ebenfalls zum Training.\n\r\nWir wussten lange Zeit nicht, wie es sich entwickeln würde.“ Peter Tscharnke ergänzte: „Zu Beginn hatten sich etwa 70 Leute gemeldet. Nach und nach wurden es weniger. Wir haben zweimal pro Woche mindestens drei Stunden geprobt, in der Woche vor unserem Auftritt sogar noch mehr.“\n\r\nVor einem halben Jahr kristallisierte sich das Thema der griechischen Mythologie heraus: „Zerberus – Unterwelt“. Die Unterwelt sollte als Parabel zum Unterbewusstsein stehen. Regisseur Grolle hatte nur Weniges fest vorgegeben, so dass die Darsteller in ihren Aktionen eigene Interpretationen umsetzen konnten.\n\r\nFreie Choreografien boten den Darstellern die Möglichkeit, eigene Interpretationen umzusetzen. Hier drücken die Seelen in der Unterwelt ihre auf Erden gemachten Erfahrungen aus.\n\r\nFür die Aufführung hätte es keinen passenderen Ort als den Pina-Bausch-Saal geben können. Auch die Stücke dieser grandiosen Ausnahmekünstlerin handelten von sehr persönlichen und gleichzeitig universellen Themen. Immer hatte sie nach Möglichkeiten gesucht, Emotionen im Tanz auszudrücken. Ihr Zitat: „Mich interessiert nicht so sehr, wie sich Menschen bewegen, als was sie bewegt“ wurde vom Solinger Tanztheater 55+ mit Bravour umgesetzt.\n\r\nZum Auftakt gab es auf einer dunkel gehaltenen Bühne eine kurze Einführung. Orpheus machte sich auf die Suche nach Eurydike. Dann erschien Zerberus auf der Bühne. Um ihn herum versammelten sich die Seelen der Unterwelt. Sie sangen, tanzten und klagten. Mal einzeln, mal gemeinsam. Dramatische Szenen spielten sich ab, untermalt von düsterer Musik.\n\r\nSprechende Körper, sprechende Gesichter – manche waren ganz in sich versunken. Andere gestikulierten wild, als müsse etwas aus ihnen heraus. Erfahrungen aus vergangenen Tagen wurden in teilweise theatralischen Tanzfiguren umgesetzt. Kraftvoll getanzte Figuren zeigten die Intensität der Emotionen.\n\r\nKraftvolle und manchmal theatralische Tanzfiguren machten die Intensität der Emotionen deutlich und sorgten für dramatische Szenen.\r\nDie Aufführung endete in den 70er Jahren. Eine Zeit, die tief im Inneren der 55+-Generation steckt und die sie mit all ihren Erlebnissen und Empfindungen in ihre Tänze gelegt hatten. Die Geschichte des Zerberus war im Wesentlichen eine Rahmenhandlung, in deren Verlauf die Tänzer ihr ganz persönliches Leben zum Ausdruck brachten. Die Stühle, die sie als Utensil beim Tanz verwendeten, könnten als Ballast interpretiert werden. Steine, die sie entweder mit sich schleppen mussten oder sich daraufstellen konnten, weil sie daran gewachsen waren.\n\r\nZum Ende des Stückes erfuhren die Zuschauer, was aus Eurydike wurde. Sie erinnerte sich an ehemalige Zeiten. Orpheus war früher Songwriter und auf der Suche nach etwas, von dem er nicht wusste, was es war. „Seitdem“, erzählte Eurydike, „sind tausend Jahre vergangen. Ich habe ihn lange nicht mehr gesehen.“\n\r\nSie vermutete, dass er noch immer auf der Suche war. „Ab und zu fahre ich nach Köln ins „Underground“, ganz allein. Ich nicke Zerberus, dem Türsteher, zu…“ Mit diesen Worten endete eine brillante Bühnenshow aus Tanz, Artistik und Pantomime. Immer wieder mussten die Tänzer zurück auf die Bühne und ihren hoch verdienten Applaus in Empfang nehmen.\n\r\nJürgen Beu vom Seniorenbüro bedankte sich beim Ensemble und brachte eine gute Nachricht mit. Das Solinger Tanztheater wird fortgeführt. Die nächste Aufführung findet am 18.02.2017 statt. / Fotos (4): M. Hörle\r\nJürgen Beu, Seniorenkoordinator, bedankte sich bei allen Beteiligten und sprach sich von ganzem Herzen für das Fortbestehen des Solinger Tanztheaters 55+ aus. Und das wird auch passieren. Denn das Datum des nächsten Auftritts steht schon fest. Es ist der 18. Februar 2017. (mh)\n\r\nQuelle Text:\n\r\nhttp://solinger-bote.de/nachrichten/2016/02/28/zerberus-premiere-des-solinger-tanztheaters-55/\n\r\nQuelle Bilder:\n\r\nPixabay\n\r\nQuelle Video:\n\r\nYouTube\n



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