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Stadtnews

ars publica

Skulpturen und Denkmäler im öffentlichen Raum in Solingen\n

Skulpturen und Denkmäler im öffentlichen Raum sind nicht unbedingt immer nur die „ganz große Kunst“ – und müssen es auch nicht sein! Das ist in Solingen nicht anders als in anderen Städten, sogar jenen, die als Kulturmetropolen gelten. Der öffentliche Raum ist kein musealer. Es ist der alltägliche Lebensraum, dessen sich zuweilen Menschen bemächtigen, in dem sie die Aufstellung einer Skulptur oder Plastik sowie die Errichtung eines Denk- oder Mahnmals anstoßen und gar realisieren.\n \n Kunst im öffentlichen Raum ist ein Spiegel bürgerschaftlichen Engagements. Viele Werke haben ihren Platz gefunden, weil Bürger, Vereine, Stiftungen oder auch Unternehmen die Initiative ergriffen haben. Damit ist Kunst im öffentlichen Raum stets ein Stück einer Stadtgeschichte sowie der in dieser Stadt lebenden Menschen. Die Motivationen sind vielfältig. Es ging und geht nicht immer darum, bedeutende oder gar berühmte Künstler und ihre Werke in den Stadtraum zu holen. Dies ist nur eine von vielen Gründen des Engagements, das sich in der Gesamtschau aus einer erstaunlichen Anzahl steinerner, stählerner, bronzener oder anders gearteter Objekte zusammensetzt. Manche Arbeiten drücken Heimatverbundenheit aus, symbolisieren Stadtgeschichte, insbesondere die Handwerks- und Industriegeschichte, die Solingen prägte. Die Identifikation von Menschen mit ihrer Stadt ist Ursache dafür, dass derartige Skulpturen und Plastiken zum Stadtbild gehören – so sehr, dass wir sie manchmal kaum noch bewusst wahrnehmen.\n \n Es ist, als wären sie selbstverständliche Mitbewohner geworden. Andere Arbeiten sind im Kontext mit „Kunst am Bau“ entstanden und haben ferne Auftraggeber. So fand die eine oder andere Arbeit den Weg nach Solingen, die manchem oft jahrelang kaum bewusst und unentdeckt bleibt. Wieder andere Arbeiten entspringen dem tiefen Bedürfnis, sich mancher Schattenseiten zu erinnern, zu mahnen oder Mitgefühl und Verantwortung auszudrücken. Sie sind Teil eines öffentlichen Bewusstseins und es können sich Kunst und politische Verantwortung kreuzen. So unterschiedlich die einzelnen kleinen Geschichten hinter den Skulpturen und Denkmälern sind, so unterschiedlich ist auch ihr ästhetisches Erscheinungsbild. Und so wenig homogen die Bevölkerung einer Stadt ist, so uneinheitlich mag die Resonanz auf das sein, was wir im Stadtbild entdecken können. Manches entspricht einem ästhetischen Zeitgeist eines bestimmten Jahrzehnts, anderes ist historisch authentisch, wieder anderes historisierend. Die einen Arbeiten drücken Geschichten aus, symbolisieren etwas, haben eine erkennbare Aussage. Andere Arbeiten sind sperrig, ziehen ihre Ästhetik aus reiner Formgebung und Materialität – von steinerner oder metallischer Klarheit bis hin zu einer Symbiose aus archaischem Charme mit aktueller künstlerischer Kraft. Wieder anderes mag bloß wie eine Dekoration im Stadtbild anmuten – gelegentlich auch zum Spielgerät einer neuen Nutzung zugeführt werden. Auch all das ist erlaubt, ist Ausdruck des Lebens der Menschen in ihrer Stadt, ein Ergebnis, das Realität wird, wenn sich Bürger ihres urbanen Lebensraums bemächtigen, eingreifen, mitgestalten. Die hier vorgestellte Publikation ist keine auf Vollständigkeit ausgerichtete Dokumentation, sondern eine Auswahl mit der Empfehlung, sich auf die Suche zu machen und die Begegnung mit den Werken und ihren Geschichten zu suchen. Ergänzungen und Erweiterungen sowie dynamische Veränderungen sind hier vorgesehen und zu erwarten – ganz so, wie sich auch das Bild unserer Stadt und unsere Wahrnehmung verändern mag.\n \n Matthias Erntges\n \n Quelle Text und Bild:\n \n http://www2.solingen.de/C12573970063EF58/html/BDF635BECB1CACC0C1257AFA004A7FAB?opendocument\n \n  \n



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